weil ich ja nicht genug kriegen kann und auch mal Urlaub brauche sind  Pjotr, Dakota und ich , nach dem Benefizfest in  Reifling,  gleich weitergefahren auf den Taggerhof und ja, wir waren wieder einmal  – abgesehen von Erika + Pez – die ersten die  ihr Lager aufgeschlagen haben.

Heuer gabs was Neues im Tross-Lager: eine Waschecke mit Mini-Zuber… weil  bei angesagten 30 Grad will auch der überzeugteste Reenactor irgendwann mal Wasser allüberall auf seinem Körper haben ;)…. auch einige der  kämpfenden Teilnehmer ,der anderen Lagergruppen, haben den Mini-Zuber  gerne  in Anspruch  genommen.

Die Tage vor dem eigentlichen Fest sind  eigentlich dafür gedacht sich auszutauschen und ev. auch Neues zu lernen…  nachdem Erika mich gebeten hat  ihr zu zeigen wie man denn ein Kleid zuschneidet und Geren einsetzt und sich noch weitere 2 gefunden haben , die das auch lernen wollten habe  ich  spontan einen work-shop gehalten “ ich nähe ein Unterkleid“ . Erika,Virgina + Svanhildr von  „Hrafsnjot“ haben  fleissig gemessen, gezeichnet, geschnitten und genäht.( Die Geren sitzen bei allen 1 A )

Nachdem alle Trossis eingetrudelt waren und auch die Zelte standen konnten wir  zum eigentlichen Fest übergehen …. wir haben  genäht, Bogen gebaut, Nadel gebunden und Brettchen gewebt, Kleidung fertig gestellt und zu  unser aller großen Freude  hat Hanne mit uns gelagert … sie hat ihren Gewichtswebstuhl  mitgebracht und  vielen interessierten Besuchern  die  besonderen Feinheiten  der Webkunst der Kelten nahegebracht. Auch ihr Enkelsohn Taron war eine Bereicherung in unserem Lager .

Ich wollte sovieles machen und ausprobieren , aber immerhin hab ich es geschafft  Graskörbe nähen zu erlernen … ein Projekt um es noch ausgiebig zu üben .

Was macht der Tross normalerweise am Taggerhof ? Er kocht  – nein, heuer nicht für alle –  sondern nur  für uns.  Edith hat  Lammkeulen besorgt und ich hab mithilfe  von Tarmes das erste Lamm meines Lebens zubereitet -.. 4 kg  Lammkeulen waren binnen kürzester Zeit verspeist .

Rezept:  Fleisch in Buttermilch  einlegen und ziehen lassen ( mind. 2 Std.)  , danach  raus da und anbraten, Gemüse nach Geschmack ( bei uns: Karotten, Pastinaken, Petersilwurzeln, Poree, Zeller, Staudensellerie ) putzen und nicht allzu klein schneiden  und in den Topf geben, das angebratene Fleisch darauf legen , mit Salz und Pfeffer würzen  und mit Gemüsebrühe aufgießen – alles soll gut bedeckt sein . Deckel drauf und bei mittlerer Flamme  im  Feuer ca. 3 Std. schmoren lassen, ab und an mal schauen ob eh noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist  + bei Bedarf mit Wasser aufgießen . Bei uns gabs Reis dazu – besser wären Bandnudeln gewesen  😉

Alles in allem ein wunderschönes, sehr stimmiges Fest  mit vielen unglaublich lieben Menschen – im nächsten Jahr kommen wir  wieder… in meinem Fall :  die  vollen 10 Tage – wie gesagt: ich brauch auch mal Urlaub vom Alltag des 21. Jhdts.