In unserer Industriegesellschaft ist der Bezug zum Handwerk weitgehend verloren gegangen. Unsere Kleidung kommt aus Bangladesch, unsere Schuhe aus einem indischen Sweat-Shop, unser Besteck aus China, und unser Fertiggericht aus der Mikrowelle.

Wir versuchen dem Besucher die Herstellung der Dinge wieder näher zu bringen. Wie ein Schuh oder eine Tasche von Hand genäht wird, welcher Aufwand hinter der Herstellung einer einfachen Tunika steckt, welche Kräuter die Basis heutiger Arzneien bilden, mit welchen simplen Mitteln auch die Bearbeitung von Stahl möglich ist, wieviel Know-How in den Bau eines funktionierenden Bogens einfließt, und welche Herausforderungen die Zubereitung eines Mahl am offenen Feuer birgt.

Dabei fließen viele kleine Fakten und Details mit ein. Warum war der Rückstich die Zick-Zack Naht der früheren Zeit? Wieso näht man in einen wendegenähten Schuh einen seitlichen Lederstreifen ein? Welche Modeerscheinungen gab es im Mittelalter, und wie kam eine Magd zu einem herrschaftlichen Kleid? Wir haben alle nicht nur Geschichte, sondern auch die passenden Geschichten dazu.

Beim Tross legen wir großen Wert auf die Nähe zu unseren interessierten Besuchern. Anfassen ist nicht nur erlaubt sondern auch erwünscht, wir verstecken uns nicht in unserem Lager. Weil ein angreifbares Werkstück einen viel tieferen Eindruck hinterlässt als langatmige Erklärungen oder reine Schaustellung.